Gemeindebrief

Weihnachten 2017, Epiphanias und Passion 2018

Liebe Mitglieder, liebe Freunde,

am ersten Advent schneite es. Vor unseren Augen ereignete sich ein Spiel: Wie die Welt durch so wenig auf einmal ganz anders, ganz neu wird! Jede einzelne Schneeflocke ist so winzig, aber in ihrer Anhäufung schaffen sie eine himmlische Anmutung. Alles Dunkle wird neu übermalt. Es muss ja nicht ganz verschwinden. Es reicht, wenn hier und da ein paar helle Linien aufleuchten, ein paar weiße Spuren die Farben deutlich zeigen.

Und so einfach es auch ist, müssen wir doch jedes Jahr erneut hinschauen, ja, haben oft sogar eine tiefe Sehnsucht nach dieser Aufhellung und Erneuerung. Wir wollen es sehen, weil wir glauben wollen, dass auch wir es schaffen: uns jedes Jahr aufzuhellen und zu erneuern. Auch wenn wir nur für Augenblicke Ruhe finden und andächtig werden vor dem, was sich auf der Erde ereignet. Die Erde wird geliebt. Sie ist braun, grau, dunkel, kantig, ausgetrocknet, dürr. Sie wird geliebt so wie sie ist.

Finden wir auch in uns die Kraft zu lieben? Bedingungslos? Ohne Erwartung auf Belohnung? Das Kantige, Graue, Dürre, Dunkle in uns und anderen? Auch in konkreten Menschen, die uns nicht anhimmeln, in bestimmten Orten, die wir nicht besitzen, in einer Sache, die uns nichts Äußerliches bringt? Das wünschen wir uns gegenseitig von ganzem Herzen!

Wir wünschen uns allen die Kraft aufzubringen, die stark genug ist, auch unserem alten Haus, das uns durch so viele Jahrzehnte treulich diente, zur Gesundung zu verhelfen, ihm das neue Erscheinungsbild und die Anmut zu verleihen, die ihm geziemen. Neue Substanz hat sich bereits gebildet. Sie kann aber nur dann sichtbar werden, wenn es von unserem lauteren Menschenwillen her richtig anfängt zu schneien. Die einzelnen Schneeflocken sind sehr schön, die Kraft zur Verwandlung im Großen aber besitzt nur die genügende Anzahl an Einzelnen: wir bedürfen einer Menge Schnee. Mit anderen Worten: es bedarf einer Gemeinschaft, bei der es nicht nur zu Weihnachten schneit, bei der die Erde mit Liebe bedeckt wird wie mit einem warmen leuchtenden Mantel.

Ihre Yaroslava Black und Ihr Ben Black

Wie kann aus kleinen Tätigkeiten des Einzelnen eine starke Gemeinschaft entstehen?

Liebe Gemeinde, wir brauchen Ihre Aktivität!

Die Fülle an Arbeit, die verrichtet werden muss, damit unser Organismus lebendig bleibt, wächst und gedeiht. Sie kann nicht durch Wenige getragen werden. Die Zeiten haben sich geändert und mit ihnen auch unsere eigenen Möglichkeiten und Notwendigkeiten.

Aber was sich hoffentlich nicht geändert hat: Ihre Bereitschaft, hin und wieder Ihre Kraft und Zeit zur Verfügung zu stellen! Bitte, überlegen Sie, wo Sie Ihre Gemeinde unterstützen können: ministrieren, musizieren, singen, Kinderfeste vorbereiten, bügeln, Blumen richten, Kuchen für das Café backen oder dort selber mitmachen, den Garten pflegen, Post und Versand erledigen, den Herbstmarkt gestalten. Die Gemeinde kann lebendig werden, wenn wir ihr unsere Lebenskräfte schenken. Das, was wir von ihr empfangen, ist jedes Einsatzes wert.

Die Erwartung der Engel. Der Mensch als neue Hierarchie

Zu dieser weihnachtlichen und besonderen Reihe laden wir alle herzlich ein! Zu Weihnachten erklingt einmalig die Anrufung der Engel-Hierarchien. Wir stimmen mit ihnen ein in den Opfersang und werden so auch zu Mitwirkenden an dem großen Welten- Geschehen. Wie wirken die Engel heute? Wie hat sich ihr Wirken durch die Geschichte verändert und warum? Was können wir zu der Gesamtentwicklung beitragen? Winter ist eine gute, besinnliche Zeit, um sich gegenseitig für die Tiefen und Höhen zu begeistern.

Zur Gemeindeversammlung am 11. März, um 11:30 Uhr

laden wir Sie herzlich ein!

An diesem Tag wollen wir Ihnen die Pläne des Umbaus, d. h. die Arbeit von den Architekten und dem Gestaltungskreis präsentieren. Nicht weniger wichtig ist unsere wirtschaftliche Planung für den Umbau. Darüber wollen wir miteinander ins Gespräch kommen.

Erwachsene Helfer für die Jugendtagung zu Pfingsten 2018 in Köln gesucht!

Vom 19. – 23. Mai werden wir in der Michaeli Schule im Volksgarten eine internationale Jugendtagung mit dem Thema „Wirklichkeit“ veranstalten.

Liebe Gemeinde, auch wenn wir sehr viele tüchtige Jugendliche haben, brauchen wir Ihre Hilfe! Die Hilfe wird in der Küche bei der Vorbereitung des Frühstücks und Abendbrots benötigt. Damit die Sache schnell und freudig verläuft, brauchen wir 40 – 50 Helfer. Sie haben dabei die schöne Möglichkeit, morgens in der großen Jugendschar die Menschenweihehandlung in verschiedenen Sprachen zu erleben, spannenden Vorträgen zu lauschen und sich wie nebenbei zu verjüngen!

Bitte wenden Sie sich an die Pfarrer.

Gründung der Christengemeinschaft in Rumänien

Zu Beginn der Michaeliszeit, 6. – 8. Oktober 2017, wurde die Begründung der Christengemeinschaft in Rumänien gefeiert. Um an dieser Feier teilzunehmen und damit diesen wichtigen Schritt bewusst mitzutragen, sind wir nach Bukarest gereist. Wir erlebten ein Fest, das die Menschen nach einem langen Weg an diesem Wochenende in ihrer Herzlichkeit, ihrer musikalischen Leichtigkeit, ihrer Freude und ihrem Humor gefeiert haben.

Ein Höhepunkt neben interessanten Vorträgen waren die Grüße aus aller Welt. Hier haben wir erlebt, wie viele Gemeinden ihr bewusstes Begleiten, durch gute Wünsche und Geschenke, für eine gedeihliche Zukunft zum Ausdruck brachten. So sind die ersten beiden Gemeinden in Rumänien, in Bukarest mit Priesterin Armgard Hasselmann und in Klausenburg (Cluj- Napoca) mit Priesterin Monica Culda, begründet worden.

Zum Schluss möchten wir einen Satz aus einem der gehaltenen Vorträge nicht unerwähnt lassen: „Gründung ist ein geistiges Fest.“

(Maria Pilot und Herbert Warmbrunn)

Gemeindegründung in Kyiv, Ukraine

Am 29. April 2018 wird die Gemeindegründungsfeier in Kyiv stattfinden. Dieses Ereignis ist immer ein sehr wichtiger Augenblick im Schicksal einer Gemeinde. Das zu begleiten und Zeuge dessen zu werden, sind wir herzlich eingeladen!

Uns verbindet sehr viel mit dieser kleinen, aber jungen und lebendigen Gemeinde: Wir brachten nach Kyiv einen Altar aus Köln, schicken hin und wieder Altarkerzen sowie liebevolle, unterstützende Gebete. Auch empfangen wir gerne Gäste aus Kyiv bei uns und waren schon mit einer Gruppe aus der Kölner Gemeinde dort.

In diesem Jahr entschieden wir aus diesem Anlass, die Hälfte des Erlöses vom Herbstmarkt als Gründungsgeschenk nach Kyiv zu bringen. Es ist keine einfache Zeit für die Ukraine, eine Gemeinde zu gründen. Umso mehr wollen wir den Mut unserer Freunde unterstützen.

Wer nach Kyiv zu Gründung fahren möchte, wende sich bitte sobald wie möglich an Jürgen Hertling: juergen.hertling@web.de

Wer etwas spenden oder mitgeben möchte, wende sich bitte an Yaroslava Black.

Wir danken an dieser Stelle sehr herzlich allen, die unsere aktive Beteiligung an dem Schicksal dieser Gemeinde, wie auch der Menschen in der Ukraine, unterstützen!

Praktikantin in der Gemeinde

Liebe Gemeinde,

mein Name ist Pilar Cristofanelli und ich mache ein Praktikum hier in der Gemeinde bis Juli 2018. Ich komme aus Buenos Aires, Argentinien. Ich bin 28 Jahre alt, die Älteste von vier Geschwistern. Nach der Schule habe ich Klavier unterrichtet und später Ökologie studiert. Ich habe auch an verschiedenen Orten gearbeitet und ein Jahrespraktikum in der Gemeinde in Buenos Aires gemacht.

Vor dem Priesterseminar in Stuttgart habe ich sechs Monate lang in einer Lebensgemeinschaft in der Nähe von Nürnberg gearbeitet, um Deutsch zu lernen. Nach dem ersten Jahr am Priesterseminar freue ich mich sehr, hier in Köln zu sein. Ich wünsche mir, Euch weiter kennenzulernen, die Gemeinde als Organismus intensiver wahrzunehmen und mit Euch zu arbeiten.

Ich wünsche Euch einen lichtvollen Advent und eine gesegnete Weihnachtszeit!

Herzlich, Pilar