Gemeindebrief

Michaelis und Advent 2017

Liebe Mitglieder, liebe Freunde,
nach vielen spannenden und intensiven Jahren des Ringens um einen Neubau stehen wir wieder vor einem Neubeginn. Und jedes Mal ist es eine Schwelle. Wäre unsere Gemeinde ein Mensch, müsste man zu einer guten Biographie-Beraterin, um endlich zu erfahren: was geschieht hier, dass sich bestimmte Lebenszeichen immer wiederholen? Haben wir etwas nicht verstanden, nicht gelernt, nicht gewollt? Schon der einzelne Mensch hat viel zu tun mit einem Lebensabschnitt. Umso mehr eine Gemeinschaft. Was sehen wir, wenn wir zurückblicken? Jeder etwas anderes, gewiss, aber aus diesen vielen Einzelstücken und Fragmenten bildet sich eine Collage aus Wegen und Nebenwegen, Spuren und Kratzern. Jeder Mensch hinterlässt in einem lebendigen Organismus eine Spur, eine Farbkomponente oder auch eine tiefe Prägung. Das geschieht, wenn sich Menschen entscheiden, sich mit dieser Gemeinde zu verbinden, wenn sie sich selbst aus ihrem guten Willen heraus verpflichten, für eine Sache gerade zu stehen, sich einzusetzen – komme was wolle.
Das bedeutet heute: Priestertum für alle. Das bedeutet in unserer Zeit: die Menschen-Weihe-Handlung ist eine Herzenssache. Bei diesem gewaltigen Unternehmen sind unsere persönlichen Farb- und Klangvorlieben nicht von Bedeutung. Denn die wahren Priester oder Könige tragen auch nicht Gewänder in ihren Lieblingsfarben und singen nicht ihre Lieblingslieder, sondern gerade das, was jetzt in dieser Zeit für Gott und die Welt notwendig ist.
Wir möchten alle zu Priestern und Königen werden, denn Johannes sagte nicht umsonst, dass die Zeit dafür kommen wird. Nur hat er nicht gemeint: „Ich mache euch zu Priestern und Königen“ im Sinne eines magischen Akts, plötzlich, aus dem Nichts heraus. Die Menschen-Weihe kann geschehen, wenn der Einzelne zuerst vor Gott und der Welt sagen kann: Ja, ich will. Ich will mich verbinden, ich will in Treue bejahen und tragen und verantworten.
Priester-König zu sein heißt, sich selbst verpflichten wollen, aus der geistigen Welt zu arbeiten. Sich selbst die Worte jeden Tag sagen wollen: Ja, so sei es!
Dann werden wir als eine neue Gemeinschaft aus allen Prüfungen und Erschütterungen des Lebens gestärkt hervorgehen und mit Kraft begabt vor dem Sohn des Menschen stehen.
Möge in die alte Substanz des Hauses Iona aus der Opferkraft des Herzens unser neuer guter Wille hineinfließen. Wer gibt, dem wird gegeben.
Begeisternde Stärke und Größe wünschen sehr herzlich

Ihre Yaroslava Black, Ihr Ben Black

Jugend berichtet über die Abenteuer in der Ukraine mit Bild, Film und Musik
Am 3. September laden wir alle zu einem Jugend-Sonntag ein. Wir bringen neue Erfahrungen und Erlebnisse aus einem fernen Land, zeigen Bilder, singen, erzählen und hoffen auf eine schöne Begegnung mit Ihnen.
Wir bedanken uns an der Stelle auch sehr herzlich bei allen, die unsere Reisen und Jugendarbeit finanziell unterstützen! Wir bringen für Sie eine Überraschung mit!

Festliches Miteinander der Mitarbeiter am 16. September, dem Gründungstag der Christengemeinschaft
Liebe Mitarbeiter, alle, die ihre verborgenen und sichtbaren Aufgaben in der Gemeinde verrichten: Ministranten, Brotbäcker, Gewänder-Bügler, Gartenpfleger, Blumen-Feen, das Café- Team, Musiker, Feste-Vorbereiter, alle Mitarbeiter in den Gemeindegremien, das Haus-Säuberungs- und -Ordnungs- Kommando und Herbstbasar-Gestalter, wir laden Sie sehr herzlich zu diesem Fest der Freude an den gemeinsamen Aufgaben ein. Sie alle tragen dazu bei, dass etwas viel Höheres in der Gemeinschaft erscheinen kann.
Bitte schreiben Sie uns bis zum 10. September eine kurze Nachricht (gerne per E-Mail), ob Sie teilnehmen können. Der Gemeinde-Geist muss ja den Tisch decken.

Grundeinkommen mit Philip Kovce
Zu dem Abend am 6. Oktober laden wir herzlich ein. Oft wird gefragt: Wo sind die jungen initiativen Menschen, die etwas in der Welt bewegen? Hier werden Sie die Gelegenheit haben, einen davon kennen zu lernen und mit ihm auch ins Gespräch zu kommen. „Gönnen können. Was bedingungsloses Grundein- kommen von uns fordert“ – so lautet der Titel dieses Abends.
Philip Kovce ist Journalist, Schriftsteller und Mitbegründer des Basler Philosophikums. 2006 gründete er mit anderen die Berliner Bürgerinitiative Bedingungsloses Grundeinkommen. Er ist Mitglied im Think Tank 30 des Club of Rome und schreibt u. a. für DIE ZEIT, FAZ und Süddeutsche Zeitung.

Wiederkunft im Ätherischen
Diesem Thema wollen wir uns in diesem Herbst widmen. Lange schon bevor Christus auf die Erde kam, warteten die Menschen auf einen Messias, der alle erretten sollte. Er ist in einem physischen Leib auf unserer Erde erschienen. Da aber verkündet wurde, dass Er wiederkommt, warten viele Menschen überall auf der Welt auf die Wiederkunft. Wie können wir dies heute verstehen und was ist nötig, um die Wiederkunft wahrzunehmen? Was wird sie in der Welt und bei uns Menschen verändern?

Elternabend über Religiosität und Glaube in postkonfessioneller Zeit
Wir laden alle Eltern sehr herzlich zu einem Gespräch und vertieftem Kennenlernen ein. Das Thema ist aktuell und wichtig.
Wir merken im Alltagstrubel, dass uns etwas Wesentliches verloren geht, haben ein Verlust-Erlebnis, können es aber oft nicht benennen und darum nicht verstehen, wie man damit umgehen soll. In einer offenen Runde wollen wir nun miteinander das Thema der Religion aus verschiedenen, auch unerwarteten Blickwinkeln beleuchten. Alle Eltern, auch werdende Eltern sind sehr herzlich eingeladen.

Mariana Sadovska: Ukrainian Callings. Konzert und Gesangsworkshop
Wir haben die einmalige Gelegenheit, der in der Ukraine wie auch weltweit gefragten und beliebten Sängerin nicht nur beim Gesang zu lauschen, sondern auch von ihr Lieder und Gesangsarten aus einer fast vergessenen Welt neu zu erlernen. Für das Konzert erbitten wir Spenden. Für den Gesangs- workshop bitten wir um Anmeldung. Kostenrichtsatz: 25 €

WAS IST KUNST?
Besuch im Museum Abteiberg und Begegnung mit der Gemeinde in Mönchengladbach
An ausgewählten Beispielen der Museumssammlung Abteiberg in Mönchengladbach üben wir uns im „Verstehen“ von Kunst, das sich dadurch auszeichnet, dass die Strukturen ihrer Elemente nachvollzogen werden. Dabei kommt es zu Momenten der Infragestellung, Bestätigung und Veränderung unseres Verstehens als Grundprinzipien der ästhetischen Erfahrung. Dazu wie auch zu der Begegnung am Kaffeetisch mit der Gemeinde in Mönchengladbach laden Edmund Tucholski und die Pfarrer ein.
Abfahrt vom Weyertal um 14:00 Uhr. Um 17:00 Uhr Rückfahrt nach Köln. Wir bitten um eine kurze Anmeldung.

Öffentlicher Gestaltungskreis Haus Iona
Wie bei der Gemeindeversammlung angekündigt, wollen wir in regelmäßigen Abständen öffentliche Gestaltungskreis-Treffen anbieten. Das erste wird am Sonntag, 24.September um 12:00 Uhr sein. Dazu laden wir alle herzlich ein! Auch werden wir hin und wieder Gestaltungsworkshops zu bestimmten Themen wie Licht im Weiheraum, Eingangsbereich des Hauses, Fußböden, Altarbereich usw. anbieten. Alle sind herzlich einge- laden, sich mit Ideen, Kenntnissen, Erfahrungen oder auch fachlichen Kompetenzen einzubringen.
Ab Sonntag, 15. Oktober bieten wir vierzehntägig von 12:00 bis 13:00Uhr auch Gespräche mit einem der Mitglieder des Gestaltungskreises an. Dort können Sie das Neueste erfahren und Ihre Überlegungen oder auch Sorgen hineintragen.

Generation 30+: Was bewegt uns?
Wir möchten Sie zu einem Treffen sehr herzlich einladen. Ob 30+ oder 40+, es interessiert uns sehr, was in dieser Generation an Fragen, Impulsen, Wünschen, Träumen lebt. Wie sehen Sie die Aufgaben der Religion, des Christentums und der Christen- gemeinschaft? Was ist notwendig zu verändern, was gilt es zu bewahren? Was würden Sie anders machen wollen in der Gemeinde, in der Gesellschaft? Wir hoffen, dass aus diesem Gespräch eine sich gegenseitig unterstützende Arbeit entstehen kann, in welcher Form auch immer. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Dank an die Ukraine-Unterstützer!
An Sie alle, liebe Freunde, die die Ukraine und die Initiativen dort unterstützen, geht ein herzlicher Dank!
Mit dem Geld, das immer wieder gespendet wird, unterstützen wir die einzelnen Menschen aus der Gemeinde in Kyiv, dass sie z. B. zur Pfingsttagung in diesem Jahr nach Holland kommen konnten; dass einzelne Gemeindemitglieder aus Kyiv neue Reisepässe bekommen konnten und damit verbunden Reise- freiheit; dass wir hin und wieder ukrainische Malerinnen oder Künstlerinnen und Schriftstellerinnen bei uns zur Gast haben durften; dass die für den Waldorfkindergarten in Luzk gespen- deten Sachen verschickt werden konnten und vieles mehr.