Gemeindebrief

Gemeindebrief Passion, Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Johanni 2017

Der Geist ist kein Schiff, das man beladen kann, sondern ein Feuer, das man entfachen muss. (Plutarch)

Liebe Mitglieder, liebe Freunde,

zu Pfingsten wollen wir in einer großen Gemeinschaft ein Feuer entfachen. Dafür müssen wir zunächst zusammenkommen und die eigene Begeisterungsflamme mitbringen. Wie gut, dass man für sie keinen großen Koffer braucht, denn der Ort, an dem wir uns alle sieben bis zehn Jahre von überall her versammeln, liegt in diesem Jahr in unserem Nachbarland: die Internationale Pfingstkonferenz der Christengemeinschaft findet in ’s-Hertogenbosch (Den Bosch) in den Niederlanden statt. Die Konferenz wird mit verschiedenen Aktivitäten, Diskussionen und Erlebnissen über zweitausend Menschen aus der ganzen Welt zur Pfingstfeier vereinen. Das Thema lautet: „Mit dem Feuer spielen“.

So laden wir Sie herzlich ein, mit vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen gemeinsam mit dem Feuer zu spielen.

Auch für unsere eigene Situation in Köln, die wir bei der Gemeindeversammlung deutlich, ehrlich, aber auch schmerzlich erlebt haben, wäre der helfende göttliche Funke von oben so hilfreich! Vielleicht können wir mit den Freunden von nah und fern einige Fragen klären: Warum brennt es an bestimmten Orten wie von allein und an anderen bedarf es großer Mühe, die Flammen am Leben zu erhalten? Kann man lernen, das Feuer des Geistes selbst zu entzünden und den anderen zur Verfügung zu stellen? Und was soll man in einer Gemeinschaft tun, wenn es recht verschiedene Geister und Flammen gibt, auch gegensätzliche Meinungen? Was sollen wir denn mit unserem Haus machen, das vor sich hin „kränkelt“? Finden wir eine Lösung in gemeinsamem Bemühen? Finden wir den gemeinsamen Willen, eine Entscheidung zu treffen?

Fragen über Fragen. Denn der Geist entzündet sich an den Reibungen der Gegensätze, braucht Stoff und vor allem eine Gemeinschaft von Menschen, die mutig genug ist, in die heißesten Weltgeheimnisse so hineinzublicken, dass für einen Moment die Feuerflammen aus den Häuptern in den Himmel aufsteigen. Oder steigen sie vom Himmel auf die Häupter herab? Das klären wir dann zu Pfingsten gemeinsam.

Begeisterndes Spielen mit dem Feuer wünschen

Ihre Yaroslava Black und Ihr Ben Black

Das Geheimnis der Trinität

Nach der Vertiefung in die Menschenweihehandlung möchten wir uns mit dem Thema Trinität befassen. Dieses Thema hat seit den Anfängen des Christentums sowohl Kirchenväter als auch Gläubige bewegt. Seinetwegen gab es heftige Streitigkeiten und Auseinandersetzungen, Kirchenspaltungen und Verbannungen aus der Kirche. Wir möchten dem nachgehen und mit Blick auf unseren Kultus das Thema neu anschauen.

In der Karwoche

möchten wir gemeinsam die Geschehnisse des Wegs bis Golgatha innerlich mitgehen. Am Karfreitag wollen wir durch die Lesung der Passionsereignisse nach Johannes und die Musik zur Passion von Lorenz Stolzenbach, gespielt von den uns wohl bekannten Musikern Asia Safikhanova und Vasily Antipov, in die Stimmung dieses Weltereignisses eintauchen.

Schule des Sehens mit Edmund Tucholski

„Die Rolle des Sehvermögens. Das Auge als ein Instrument des Denkens“, so Ossip Mandelstam. „Es gibt eine zarte Empirie, die sich mit dem Gegenstande innigst identisch macht und dadurch zur eigentlichen Theorie wird“, so Johann Wolfgang von Goethe. Diesen beiden Sichtweisen folgend, werden wir großformatige Aquarelle betrachten und uns im „Verstehen“ von Bildern üben. Über Ihr Kommen freut sich Edmund Tucholski. Treffpunkt am Samstag, den 6. Mai um 14.30 Uhr im Atelier Tucholski, Sürther Hauptstr. 149, 50999 Köln-Sürth Anmeldung: Tel 02234 – 949 18 80 oder edmund.tucholski@gmail.com Straßenbahn Linie 16, Haltestelle „Sürther Bahnhof“, von dort sieben Minuten Fußweg.

Kindheit unter den Eichen mit Oksana Kyzymchuk

Am 14. Mai wartet wieder eine Besonderheit auf uns: ein literarischer Reisebericht mit Musik aus einem ukrainischen Dorf mit der Künstlerin Oksana Kyzymchuk. Sie drehte einen Film über dieses Dorf, in dem die meisten Kinder in Europa geboren werden. Vielleicht liegt es an den Eichen, die, alt wie die Geschichte selbst, um das Dorf Wache halten, vielleicht an der fruchtbaren ukrainischen Schwarzerde. Die Geheimnisse erzählt und zeigt uns Oksana und Marianne Schöneberg-Dobra singt dazu Lieder aus dieser Gegend.

Bewegendes aus Nordamerika

Wir blicken mit Interesse nicht nur nach Osten, sondern auch nach Westen – in diesem Fall nach Nordamerika – und freuen uns, dass unser Kollege Patrick Kennedy uns aus erster Hand einiges erzählen wird. Es tut sich viel Bewegendes in diesem Land und ein Kampf wird dort auch ausgefochten. Am Sonntag, den 11. Juni erfahren wir mehr. Unsere Praktikantin Olive Wells spricht an einem anderen Sonntag, den 25. Juni, über Johannes den Täufer, allerdings auf Englisch. Das ist eine gute Gelegenheit, die eigenen Sprachkenntnisse auf die Probe zu stellen und sich mit einem jungen Menschen mit zu freuen, der den Weg zur Priesterausbildung eingeschlagen hat.

Eine außerordentliche Gemeindeversammlung am 09. Juli

dient zum einen dazu, die Gespräche und Überlegungen rund um das Thema: „Bauen oder Nichtbauen – das ist die Frage“ fortzusetzen, zum anderen müssen wir aber auch an diesem Tag die Entscheidung treffen, ob wir die Instandsetzung des Hauses oder den Neubau bewältigen können. Vor allem wird es darum gehen: Wer, Wie, Wann? Zum Mittagessen werden wieder Jugendliche kochen, diesmal: Italienisch.

In eigener Sache: Ein Waldorfkindergarten sucht Waldorfspielzeug

Falls Sie zu Hause Waldorfpuppen oder andere schöne und brauchbare Waldorf-Sachen haben, dann freut sich ein neu gegründeter Waldorfkindergarten in Luzk in der Ukraine sehr darüber! Das können Holz-Spielsachen sein oder Farben, Klanginstrumente oder Wolle, Seidentücher oder Bücher. Wichtig ist, dass es nicht kaputt ist. Sie können sich an Yaroslava Black wenden, am besten per E-Mail.

Frau Lotte König,

mit der wir eine kurze, aber schöne Zusammenarbeit hatten und die uns im Gemeindebüro Hilfe leistete, muss nun leider aus persönlichen Gründen ihre Tätigkeit bei uns beenden. Wir danken Frau König und wünschen ihr alles Gute!

Filiale Mönchengladbach

Die Pfarrer- und Gemeindesituation im Gebiet sieht so aus, dass „Einer trage des andern Last“ angesagt ist. Seit Januar haben wir eine zusätzliche Aufgabe und betreuen die Filialgemeinde in Mönchengladbach. Wir besuchen die kleine, aber sehr schöne und treue Gemeinde an einem Sonntag im Monat. Wir freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit und hoffen auf kräftigen Nachwuchs.