Gemeindebrief

Johanni – Weihnachten 2020

Liebe Mitglieder, liebe Freunde,

hier nun wie angekündigt unser neues Programm. 

Nach längerer Pause möchten wir dazu anregen uns gemeinsam wieder mit inhaltlichen Grundlagen unseres Wirkens zu beschäftigen: mit der Menschenweihehandlung. Von der Ausübung unseres Kultus’ und der Sakramente hängt es ab, ob und wie wir unsere Wirksamkeit auf der Erde entfalten können.  Zu einem brauchen wir Räumlichkeiten, Altäre, Substanzen, zum anderen den lebendigen Leib einer Gemeinde, die den Raum in einen Kultusort verwandeln kann, einen Ort des Wirkens der geistigen Wesenheiten mit den Menschen. Also mit jedem einzelnen von Ihnen, liebe Freunde! Und es gibt noch einen dritten Aspekt, der unbedingt dazu gehört: das gemeinsame Streben nach Verwandlung im Bemühen um Erkenntnis, im Glauben an die Wirklichkeit des Göttlichen und im unermüdlichen Tun eines „Nicht für uns, Herr, nicht für uns, aber alles in Deinem Namen“. Diese Worte der Tempelritter, jenem Orden, der sich dem Christus-Dienen auf selbstlose Weise verpflichtete, finden ihren Ursprung im Geiste Johannes des Täufers, der das große Vorbild der Templer war: Nicht ich bin es, nicht ich. Christus in mir muss wachsen, ich muss abnehmen. 

Heute sind diese Worte wie eine Meditation und ein Heilmittel gegen die Selbstsucht und Eigennützigkeit unserer Welt. Ein immerwährendes Gebet im Feuer der Wandlung eines für das Wahre, Schöne und Gute brennenden Herzens. Diese kostbare verwandelte Substanz bekommt Ewigkeits-Charakter, stirbt nicht, geht in das Nachtodliche und bildet dort einen Keim, Saatgut  für das Neue. 

So wollen wir mit unserer Vortragsreihe hinter die Schwelle schauen und versuchen den übersinnlichen Ursprung der Menschenweihehandlung wie auch den Weg durch die Kultusworte am Altar in das Nachtodliche zu erkennen. Auch wollen wir versuchen zu begreifen wie aus den Tiefen der vorgeburtlichen Erinnerung jedes Einzelnen das Gemeinschaftsleben heraufsteigt und so die Menschen im gemeinsamen Erleben des Kultus verbindet. Dadurch kann die geistige Realität in die sinnliche Welt hineinwirken. 

Liebe Freunde,

mit diesem Vorhaben wollen wir uns auch gegenseitig ermutigen, mit neuer Kraft uns unserem sich verwandelnden Kultusort – das Haus IONA –  zu widmen und ihn zu beleben. Unser Bau braucht noch mehr finanzielle Unterstützung. Wir schreiben diese Zeilen nicht leicht und unbedacht, wissen wir doch, dass viele von Ihnen sich sehr darum bemühen und auch großherzig spenden, aber leider reicht es noch nicht. Zudem gibt es konkrete Notwendigkeiten über den reinen Umbau hinaus. Dafür zwei Beispiele, die sich jetzt deutlich zeigen: wir werden nicht genug Geld für so wichtige Dinge wie die Kirchenstühle und den Garten haben. Für die Kirchenstühle brauchen wir zusätzlich 30 Tausend Euro und für den Garten mindestens 20 Tausend Euro. Bei den Stühlen besteht die offensichtliche Notwendigkeit schöne, stapelbare und dennoch bequeme Sitzmöglichkeiten zu gestalten. Aber auch beim Garten sind bestimmte Notwendigkeiten gegeben: das Anlegen der Wege und des mit Stein ausgelegten „Platz IONA“ hinter dem Haus mit Sitzgelegenheit. Hinzu kommt der langersehnte Wunsch vieler Gemeindemitglieder ein lebendiges Wasser im Garten zu haben, um die Natur auch auf diese Weise zu beleben. Der Garten soll eine Oase für Mensch, Pflanze und Tier sein. Eben nicht einfach nur ein Fleckchen Grün hinter dem Haus, sondern ein Ort der Erfrischung, Erholung, Belebung, ein Ort der Begegnung und ein Ort, wo Mensch und Natur sich wohlfühlen, weil er sich in ständiger Bewegung und Verwandlung  befindet. 

Liebe Freunde, wenn Sie noch einmal schauen und überdenken, ob Sie noch etwas für unserem Kirchenbau allgemein oder konkret für die Stühle oder den Garten spenden könnten, wäre uns eine große Sorge von den Schultern genommen. Gemeinsam können wir so vieles tragen! Es wird nur sehr schwer, wenn es nur wenige Schultern sind. Wir hoffen auf Ihre Unterstützung und auf unser gemeinsames Fortschreiten auf dem eingeschlagenen Weg. Wie Sie auf den bisherigen Fotos sehen konnten, tut sich viel auf der Baustelle und das erfreut die Seele. Sie können sich auch selber ein Bild vom Umbau machen: wir bieten an bestimmten Samstagen einen „Ausflug auf die Baustelle“ an und wollen dabei die leeren Räume mit Gesang beleben. Ein Samstag ist vor allem dem Garten gewidmet.

Der Bau kommt voran. Aber es muss noch viel gemacht werden. Gemeinsam schaffen wir es. Aber nur gemeinsam. 

Bleiben Sie bitte alle gesund und vom Feuer der Verwandlung berührt!

Sehr herzlich Ihre Yaroslava Black und Ihr Ben Black