Gemeindebrief

Passion, Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Johanni 2018

Stehen, im Schatten
des Wundmals in der Luft.
Für-niemand-und-nichts-Stehen.
Unbekannt,
für dich
allein.
Mit allem, was darin Raum hat,
auch ohne
Sprache.
 
Paul Celan

Liebe Mitglieder, liebe Freunde,

in unserem Haus gibt es viele verborgene Ecken, wo viele geheimnisvolle Dinge liegen und auf eine Entdeckung warten: das eine möchte als Altpapier auf spätere Verwandlungen warten, das andere möchte für die Geschichte aufbewahrt werden. So fanden wir kurz vor der Gemeindeversammlung ein altes Foto mit der Unterschrift: „Weyertal 96, nach der Grundsteinlegung am Palmsonntag, 6. April 1952 vorn links: Dr. Rudolf Frieling, Lic. Robert Goebel“

Auf dem schwarz-weißen Foto steht eine Ruine ohne Dach, scheibenlose Fenster, zwei Birkenbäume neben der vom Krieg gezeichneten Mauer. Vor dem Haus fröhlich lächelnde und sich in Bewegung befindende Männer, die meisten mit Hut.

Wie war es möglich, in dieser schwierigen Zeit der Nachkriegsnot in einer Ruine die Gründung der neuen Gemeinde in Köln zu feiern? Woher nahmen die Menschen Kraft, Mut, schließlich das Geld? Am 6. April, am Palmsonntag vor genau 66 Jahren oder vor zweimal 33 Jahren, verband sich der Christusimpuls mit dem menschlichen Vorhaben in Köln.

Nach dem Einzug des Königs unter dem großen Jubel des Volkes kommt zuerst der tiefste Punkt der Geschichte, aber auch der Wendepunkt. Wo sind die Scharen, die mit Ihm an der Ruine aller Hoffnungen bleiben, ohne dass ihnen schon die Kraft, den Tod zu überwinden, geschenkt wurde?

Wie ein Prüfstein ist der Palmsonntag in das Schicksal unserer Gemeinde hineingestellt: bin ich unter der jubelnden Menge der Vielen, mitten im rauschenden Feste der Begeisterung über das Neue? Es ist gut, von Anfang an dabei zu sein. Und bis in den Tod hinein? Vor dem Kreuz stehen bleiben, in der Zeit, wo mir aus Ohnmacht schwarz vor Augen wird, wo die Einsamkeit brennt und verzehrt. Kann ich für Ihn allein stehen?

Es bedarf der Mensch der inneren Treue.

Auf dieser inneren Treue bauen wir auf. Dieser Treue sind wir in jedem einzelnen Fall zum gegenseitigen Dank verpflichtet. Jetzt, wo wir auch die physische Hülle unserer Gemeinde durch
den Umbau erneuern müssen, brauchen wir die verbindende Kraft des Einzelnen. Diese menschliche Treue kann den Tod überwinden, denn in ihr lebt die Auferstehungskraft selbst.

Eine besinnliche Zeit und Auferstehungskraft in jedem Schicksal, wie auch in dem Schicksal unserer Gemeinde, wünschen herzlich

Ihre Yaroslava Black und Ihr Ben Black

Zu der neuen Vortragsreihe Kosmos und Kultus laden wir herzlich ein!
Besonders freuen wir uns über die beiden Gäste: Patrick Schmidt und Jürgen Zippel. Wir werden uns in die Mysterien von Brot und Wein vertiefen, sowie von dem Wirken der kosmischen Kräfte auf Erden erfahren. Im näheren Betrachten des Kultus wollen wir auch dem Weihrauch und dem mit ihm verbundenen Opfer­gedanken nachforschen. Alle, die einen Goldring am Finger tragen, werden gewiss sehr spannende Geheimnisse am letzten Abend der Reihe erfahren.

Im Kulturellen Programm möchten wir auf die Karfreitagsmusik aufmerksam machen. Asia Safikanova und Vasily Antipov spielen die „Meditation zur Passion“ von Lorenz Stolzenbach. Die ganze Karwoche wollen wir als eine Vertiefung und Zeit stiller Andacht sehen und laden herzlich jeden Abend ein zu Betrachtungen am Altar zum Thema: Die Kraft der Überwindung.

Die Gründung der Christengemeinschaft in Kyiv feiern wir am 29. April.
Eine kleine Gruppe aus der Gemeinde wird mit Frau Black dorthin reisen und auch Grüße und Wünsche von der ganzen Gemeinde überbringen. Seien Sie in Gedanken bitte kräftig dabei! Dort entsteht noch ein Altar, mit dem sich die geistige Welt verbinden will. Es sind nur wenige, die sich vorgenommen haben, diese Verbindung vor Ort in Treue zu erhalten.

Schule des Sehens
Am Samstag, den 5. Mai wird es eine nächste Gelegenheit geben, Sehen zu lernen und Neues zu entdecken. Wir besuchen das ARP Museum Bahnhof Rolandseck und betrachten Werke des Malers Gotthard Graubner (1930–2013). Er zählt zu den wichtigsten Vertretern abstrakter Malerei der Gegenwartskunst. In seinem vielfältigen Werk widmet er sich in einzigartiger Weise der Wirkung von Farbe.

Anmeldung bei Edmund Tucholski, Telefon: 02234-9491880 oder edmund.tucholski@gmail.com

Treffpunkt: Samstag, 5. Mai, 15.00 Uhr

ARP Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1, 53424 Remagen
Anfahrt mit dem Gemeindebus: Treffpunkt Weyertal 96, 14 Uhr;
Wir bitten um eine kurze Anmeldung.
Oder mit der DB:
Köln Hbf 13:56 – 14:39 Uhr Bahnhof Rolandseck

Am 13. Mai werden wir Gäste aus der Ukraine mit der Eurythmischen Darstellung SCHWARZ. WEISS. ROT. begrüßen dürfen. Im Zentrum steht das Erlebnis der Farbe durch Bewegung, Musik und Dichtung.

Die letzte internationale Jugendtagung in Köln war 1936. Es ist wirklich an der Zeit! Oder besser gesagt: die Wirklichkeit ist an der Zeit. So heißt unsere langersehnte Jugendtagung in Köln: Wirklichkeit. Reality United vom 19.-23. Mai, zu Pfingsten. Wir erwarten Jugendliche aus Ungarn, Rumänien, den USA, aus Georgien, der Ukraine, den Niederlanden, aus Österreich, Russland, Südkorea, Japan, Norwegen und Finnland. Wir brauchen aber auch Ihre Unterstützung! Wer kann uns an den Tagen (oder auch nur an einem einzigen Tag) bei der Essensausgabe und Versorgung helfen? Das fertig gekochte Essen wird geliefert, die Hilfe ist wirklich überschaubar, aber sehr notwendig. Melden Sie sich bitte bei Pilar Cristofanelli: mucha.pili@hotmail.com

Georgien
Etwas Besonderes und fast Fernöstliches kommt mit einem lieben Gast zu uns aus Georgien, unsere Kollegin Nargizi Tislarishvili. Doch sobald man Georgien sieht und hört, ist es sofort im Herzen: keine Fremde, keine Grenzen, nur ein brennendes Feuer der Begeisterung, das für uns eine Belebung im Inneren bedeutet. Für alle, die womöglich betrübt oder traurig sind, aber auch für alle, die ein warmes Interesse an der Welt und dem Leben der Christengemeinschaft in den wundersamen Orten diese Erde haben.

Auch am 16. September berichten wir von diesem Land unserer Abenteuer im Sommer mit den Jugendlichen.

Festliches Miteinander der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 15. September
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, alle, die verborgene und sichtbare Aufgaben in der Gemeinde erfüllen: Ministranten, Brotbäckerinnen, Gewänder-Bügler, Gartenpflegerinnen, Blumen-Feen, das Café-Team, Musiker, Feste-Vorbereiterinnen, alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Gemeindegremien, das Haus-Säuberungs- und -Ordnungs-Kommando und die Adventsmarkt-Gestalter, wir laden Sie sehr herzlich zu diesem Fest der Freude an den gemeinsamen Aufgaben ein. Sie alle tragen dazu bei, dass etwas viel Höheres in der Gemeinschaft erscheinen kann.

Bitte schreiben Sie uns bis zum 09. September eine kurze Nachricht (gerne per E-Mail), ob Sie teilnehmen können. Der Gemeinde-Geist muss ja den Tisch decken.

Ein neues Bankkonto für die Gemeinde
Bei der GLS-Bank haben wir zusätzlich zum Bau- und Jugendkonto ein weiteres Konto für die Gemeinde eingerichtet. Dieses Konto soll in absehbarer Zeit unser Konto bei der Postbank überflüssig machen. Bitte helfen Sie mit, indem Sie Ihre Zuwendungen an die Gemeinde nur noch auf das neue GLS-Konto überweisen. Die IBAN ist: DE29 4306 0967 4049 6434 02