Gemeindebrief

Michaeli und Advent 2018

„Was die Generation, die vorher an der Geschichte mitgetan hat, für Impulse hineingeworfen hat in den Strom des geschichtlichen Werdens, das hat eine Lebenszeit von 33 Jahren; dann ist sein Osteranfang, dann ist seine Auferstehung.“ (Rudolf Steiner, GA 180, S. 22)

Dieses Jahr war ein sehr fruchtbares für unsere Gemeinde: Wir haben gemeinsam eine Entscheidung getroffen und bewegen uns in Richtung Umbau unseres Hauses. Die Planung schreitet voran, die Spenden fließen, wenn auch nicht in Strömen, sondern eher tröpfchenweise. Doch dafür sind wir allen, jedem Einzelnen in der Gemeinde, sehr dankbar! Dies ist notwendig für die Gemeinde, damit unsere Kinder getauft und konfirmiert werden können, damit wir gemeinsam die Feste des Lebens feiern können, damit von uns durch den Tod geschiedene Menschen die Möglichkeit haben für einen würdigen Abschied, damit wir uns begegnen können und damit das Licht am Altar niemals erlischt, um die allerwesentlichste Begegnung für den Menschen zu ermöglichen.

Vor 66 Jahren wurde unser Haus auf Trümmern erbaut. Vor 33 Jahren war der starke Impuls in unserer Gemeinde: Wir müssen für die Zukunft bauen! Leider ist dieser Impuls nicht verwirklicht worden. Stattdessen wurde in Köln eine weitere Gemeinde gegründet. Die Vergangenheit zeigt, dass nicht verwirklichte Impulse immer Folgen haben.

Aber was ist jetzt? Was wird aus unserem zum dritten Mal aufkommenden, jetzt umso dringender notwendigen Bauimpuls? Woran liegt die Schwere dieser Aufgabe? Mangelt es uns an dem gemeinsamen starken Willen? An der Opferbereitschaft der vielen Einzelnen? So viele sommerliche Sorgen und Johanneische Fragen! Wir haben an mehr als 250 Menschen den Ruf nach Unterstützung geschickt, aber bisher nur 30 Antworten bekommen.

Wir brauchen Ihre Unterstützung, liebe Freunde! Lassen Sie uns bitte nicht alleine in diesem heißen Kampf für die Zukunft! Aus der Kraft der Gemeinschaft entsteht auch die Kraft für den Einzelnen.

Jetzt können wir uns nur noch gegenseitig ermutigen zu einem Wasserfall an Spenden und für den starken Glauben an unsere gemeinsame Sache. So bitte helfen Sie mit, dass es nach 33 Jahren nun geschieht!

Eine mit Johannes-Flammen begeisternde Zeit wünschen wir von Herzen!

Ihre Yaroslava Black
Ihr Ben Black

Jugendtagung zu Pfingsten in Köln. Rückblick:

Liebe Gemeinde,

wir möchten Ihnen im Namen der 400 Jugendlichen sehr herzlich danken! Alle, die bei der Tagung geholfen haben, sei es durch die angebotenen Arbeitsgruppen und Workshops, sei es durch die großartige Organisation, Verteilung, Versorgung mit Essen oder durch Ihr Angebot, Ihre Wohnungen als Schlafquartier für die auswärtigen Dozenten und Priester zu Verfügung zu stellen, haben einen wichtigen Beitrag geleistet, dass die Tagung so gut gelungen ist. Auch danken wir der Naturata in Köln, dass wir alle so leckere Tage hatten! Hier sind noch ein paar Eindrücke nach der Tagung:

Mehr als 400 Jugendliche aus 18 verschiedenen Ländern haben sich in der Michaeli Schule Köln getroffen, um zusammen die Pfingsttagung vom 19. bis 23. Mai zu feiern.

Gleich woher man kam, man kehrte nach Hause verwandelt zurück, als ein Anderer: mit freudigen Erlebnissen, neuen Liedern, mit neuen Freunden beschenkt. Die Tagung wurde während zwei Jahren durchdacht, geplant und organisiert. DasThema der Jugendlichen war „WIRklICHkeit“. Und Wirklichkeitwar erlebbar während dieser festlichen Tage: durch die Menschenweihehandlungen in verschiedenen Sprachen; in den Vorträgen von C. Kröner, P. Selg, Y. Black, P. Kennedy, U.Goebel; im gemeinsamen Singen, Tanzen, Lachen; in 30 verschiedenen Workshops aller Art und natürlich unter- einander, zwischen den Herzen.

Viele Jugendliche aus Köln und Umgebung haben alles mitgetragen und wunderbar impulsiert. Unsere Gemeinde hat während der Tagung einen großen Beitrag geleistet, alle Teilnehmer mit Essen versorgt und gute Stimmung verbreitet. Dafür einen großen warmen Dank!
Natalia Shatna, Studentin am Priesterseminar in Stuttgart, z. Z. Gemeindepraktikantin in Wangen/Allgäu

Auf der Jugendtagung habe ich für die Jugendlichen einen Workshop angeboten, in welchem sie die Möglichkeit hatten zu plastizieren. Inspiriert durch den Religionsphilosophen Martin Buber „…. es kann kein Du geben ohne ein Ich, denn ohneein Ich kann es kein Gegenübertreten geben, keine Begegnung“ habe ich in das plastische Arbeiten Übungen eingewebt, die unsere Sinne sensibilisiert haben. So konnten wir Selbst- und Fremdwahrnehmung üben. Es war eine Freude zu sehen, wie jede*r mit der eigenen Plastik begann und sich über den Zeitraum von drei Tagen eine große gesamtplastische Arbeit entwickelte. Diese interkulturelle Arbeit mit Händen und Füßen hat mir nicht nur große Freude bereitet, sondern mir auch dieMöglichkeit geschenkt, im „HIER UND JETZT“ zu wirken.
Silke Speckenmeyer

Aus dem Gespräch mit Jugendlichen bei der Pfingsttagung in Köln (das vollständige Interview finden Sie im Seminarbrief aus Stuttgart. Er liegt in der Gemeinde zum Mitnehmen aus):
„Vielleicht hat der Priester die Aufgabe, eine Verbindungherzustellen, zwischen was wir glauben, was die Wirklichkeit ist und dem, was auch Wirklichkeit ist…“ Elisabeth, 19 J.
„Ich könnte mir schon vorstellen Priester zu werden, aber ich binerst sechzehn, wer weiß, wie ich sein werde, wenn ich den Berufergreife (lacht)“ Aurelia, 16 J.
„Und wenn es keine Priester gäbe, dann wäre die Welt schroff. Eigentlich besteht die Welt aus Religion.“ Joseph, 15 J.

Schwellenerfahrungen
Achten Sie auf die Schwellen! So klingen die einladenden Worte im Museum Kolumba in Köln. Etwas durchaus Ungewöhnliches heute, wo alle Schwellen radikal niedrig gemacht werden oder am besten aus unserem Leben und Bewusstsein verschwinden sollten. Da braucht es schon Mut, die Schwelle als etwas Wichtiges zu markieren. Es braucht aber auch ein Verständnis, um Schwellenerfahrungen wahrnehmen zu können, um sie auch in seinem eigenen Leben erfahrbar und sinnvoll zu machen.

Wir freuen uns auf unsere Gastredner und alle, die sich im Gespräch über Schwellenerfahrungen austauschen möchten.

Dank an unsere Praktikantin Pilar Cristofanelli
Es war eine Freude und eine große Hilfe, Pilar bei uns in der Gemeinde zu haben, und für diese fruchtbare Zeit möchten wir herzlich danken! Pilar bleibt auch weiterhin in Köln und wirwerden in der Zukunft auch „mehr“ von ihr haben, denn sie wirdbald Mutter. Auch dafür, liebe Pilar, viel Kraft, Freude und viele unterstützende Hände! Deine Gemeinde freut sich über den Zuwachs und will auch weiterhin eine Heimat für Dich sein.

Einige Ideen für unseren Baufonds:

Die NATURATA-Kundenkarte zur Unterstützung unseres Bauvorhabens.
Gemeinsam mit NATURATA haben wir eine Idee entwickelt, wie wir finanzielle Mittel für unser Bauvorhaben generieren können. Die gewohnte Kundenkarte bei NATURATA ermöglicht einen maximalen Rabatt in Höhe von 3% auf einen Einkauf, abhängig vom Monatsvolumen.

NATURATA wird eigens eine Kundenkarte nur für unser Bauvorhaben ausgeben, welche sich die an unserem Projekt interessierten Menschen bei NATURATA abholen können. Der fällige Bonus wird dann nicht mehr an den einzelnen Kunden ausbezahlt, sondern wird von NATURATA an die Gemeinde weitergeleitet. Dadurch, dass alle die gleiche Kundenkarte haben, wird immer der maximale Bonus erreicht. Zusätzlich wird

NATURATA diesen Betrag um weitere 1,5 % des Umsatz- volumens aufstocken.

Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Herrn Black.

Kunst hilft unserem Bauvorhaben
Die Bilder der ukrainischen Malerin Maryna Yandolenko, die wir gerade in der Gemeinde ausgestellt haben, sind zu verkaufen. Vom Erlös jedes verkauften Bildes geht ein Betrag von 50 € bis100 € an unseren Baufonds als Spende. Das betrifft auch dieBilder von ihr, die in der Gemeinde Bochum ausgestellt sind.

Adventsmarkt
Wie immer geht die Hälfte des Erlöses an unseren Umbau. Wie hoch diese Hälfte sein wird, hängt von vielen einzelnen aktiven Menschen ab: von uns! Yvonne Scarbarth sammelt Ideen und die Mitstreiter, um diese Ideen zu verwirklichen. Bitte wenden Sie sich an sie: 0221 / 522689 oder yvonne-scarbarth@web.de. Gesucht werden Menschen, die gemeinsam planen, organisieren, ansprechen, durchführen, verantworten. Gebraucht werden schöne, sinnvolle, selbstgemachte, leckere Sachen zum Verkauf. Auch schöne und wertvolle Sache für eine Tombola werden gesucht.

Wer englische Carols auf dem Adventsmarkt singen möchte, wende sich an Herrn Black!

Wir laden herzlich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum freudigen Treffen am 15. September um 11:30 Uhr ein!
Wir erleben Sie alle als Mitarbeiter: Sichtbare und Unsichtbare, Betende und Spendende! Zu diesem Treffen möchten wir aber diejenigen einladen, die von Vielen oft unbemerkt durch das ganze Jahr hindurch für uns alle Kultusbrot backen, Musizieren, Gewänder waschen und bügeln, Blumen am Altar richten, Kerzen auswechseln, den Garten pflegen, Kinderfeste vorbereiten, das Café am Sonntag betreiben und dazu auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Gemeindegremien.

Bitte sagen Sie uns Bescheid, ob Sie kommen. Es ist wichtig für die geplante Überraschung.

Die Finanzen der Gemeinde
In der Gemeindeversammlung am 18. März wurde der Jahresabschluss 2017 dargestellt. Er zeigte eine erfreuliche Entwicklung beim Gemeindehaushalt gegenüber dem Vorjahr: Der kleine Überschuss von 318 € im Jahr 2016 konnte auf 1811 € erhöht werden. Nach diesem erfreulichen Ergebnis stellt sich die Frage, ob es im Jahr 2018 ähnlich weiter gegangen ist.

Eine Auswertung des ersten Halbjahres zeigt ein Ergebnis von gerundet -5.800 €. Generell kann man dazu feststellen, dass die ersten sechs Monate nicht auf ein mögliches Jahresergebnis hochgerechnet werden können. Vieles, was das Jahr noch bringen wird, kann einfach nicht abgeschätzt werden. Es wird aber durch das Zwischenergebnis von -5.800 € deutlich, dass wir uns alle sehr anstrengen müssen, um wieder ein positives Ergebnis am Jahresende 2018 zu erreichen.

Einige Mitglieder und Freunde haben ihre Zuwendung an die Gemeinde bereits erfreulich erhöht. Dafür danken wir ganz herzlich! In der Gemeindeversammlung wurde angeregt, die Zuwendungen um bis zu 10 % zu erhöhen. Wir nehmen das Zwischenergebnis zum Anlass, alle anderen zu bitten ihre Beiträge oder Spenden auch zu erhöhen.
Volker Lugenheim